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Skandal-Zirkus Alberti

Zirkus Alberti – Schrecken ohne Ende für die Tiere

Zirkus Alberti

In den letzten Tagen machte der Skandal-Zirkus Alberti, der auch gerne unter dem Namen „Österreichischer Nationalzirkus Louis Knie“ firmiert, erneut negativ von sich reden.

Da in Fürstenfeldbruck, wo der Zirkus gastierte, ein Wildtierverbot für Zirkusse besteht, verschwanden praktisch über Nacht zwei Makaken und der 22-jährige Braunbär Ben. Tierschützer versuchten, den Aufenthaltsort der Tiere zu ermitteln, die Organisation „Animals United“ setzte sogar eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für sachdienliche Hinweise aus. Die beiden Affen wurden schließlich in der Betreuung einer Auffangstation entdeckt, jedoch blieb Ben weiterhin verschwunden.

Erwähnenswert ist, dass sich Erich Raff (CSU), 2. Bürgermeister von Fürstenfeldbruck, über das erlassene Verbot hinwegsetzte und die Genehmigung erteilte, den Zirkus gastieren zu lassen. Eine Entscheidung, die von unserer Vorsitzenden Bettina Jung nicht unkommentiert blieb und mit einer Mail an Herrn Raff beschieden wurde:

Sehr geehrter Herr Raff, sehr geehrte Damen und Herren der Stadtverwaltung,

wie wir gestern in zahlreichen Zeitungs- und Radioberichten hören mussten, haben Sie das Gastspiel von Circus Alberti / Louis Knie gestattet, obwohl dies gegen einen Stadtratsbeschluss von 2013/2014 verstößt.

Dass Sie ausgerechnet einen Zirkusbetrieb zulassen, der seit Jahren im Verbund mit Braunbär und zwei Affen durch Deutschland zieht, macht uns sprachlos. Auch wenn sich aktuell keine Wildtiere in Fürstenfeldbruck befinden, gehören diese seit Jahren zum Zirkusunternehmen. Des Weiteren beinhaltet der Stadtratbeschluss, dass Zirkusse mit tierschutzrechtlichen Verstößen innerhalb der letzten 10 Jahre abzulehnen sind. Bei dem Betrieb gab es nachweislich Verstöße in den letzten Jahren, Monaten, ja sogar Wochen. Sogar in Fürstenfeldbruck wurde ein Verstoß registriert. Zitat Kreisbote „Für das männliche, kastrierte Kamel benötigt der Halter jedoch eine Erlaubnis nach Art. 37 Landesstraf- und Verordnungsgesetz, für das Halten von gefährlichen Tieren, die nicht vorliegt“!

Es ist eine Schande für die Stadt Fürstenfeldbruck, einen Zirkus rechtswidrig und entgegen eines einstimmigen Stadtratbeschlusses zuzulassen!

Ich fordere Sie im Namen der Partei ETHIA und allen Mitgliedern auf, dass Gastspiel noch zu verhindern!

Mit freundlichen Grüßen,

Bettina Jung
Vorsitzende der Partei ETHIA
In Zusammenarbeit mit der AG ETHIA Zirkus

Besitzer und Mitarbeiter des Zirkus klagten während dessen der Presse ihr Leid und ihr Unverständnis über das Verhalten der „bösen“ Tierschützer und deren „Verunglimpungen“. Schließlich liebten sie ihre Tiere und zählten sie praktisch zur Familie, wie immer wieder betont wurde.

Am 11.03. wurde Ben endlich vom örtlichen Veterinäramt in Weißenburg und der Polizei entdeckt. eingepfercht in einen Wagen, der abseits vom Gelände abgestellt und mit allen möglichen Utensilien und Abfall vollgestellt war, fristete er sein trauriges Dasein. In sein Außengehege darf er auch jetzt noch nicht, da dies erhebliche Sicherheitsmängel aufweise, so die zuständigen Behörden.

Das Wildtierverbot Deutschland – Team fordert vom Veterinäramt Weißenburg die umgehende Beschlagnahmung des Bären. Zahlreiche Bärenwälder und Auffangstationen hätten derzeit Platz für den Bären! https://www.change.org/p/veterinäramt-weißenburg-gunzenhausen-beschlagnahmen-sie-den-braunbären-ben

Abschließend bleibt nur zu sagen: Wenn diese Menschen so mit ihren Familienmitgliedern umgehen, dann möchte man mit ihnen nicht verwandt sein. Wer weiss schon, wo man dann versteckt wird.