Zurück zu Tierrechte

Streuner in Rumänien

Das Leiden der Rumänischen Straßenhunde nimmt kein Ende

DEATH

GENERELL:

Viele Länder Südosteuropas haben Probleme mit Straßentieren.
Rumänien hat im September 2013 den Tod eines unbeaufsichtigten Kleinkindes im (angeblichen) Zusammenhang mit (angeblichen) Straßenhunden zum Anlass genommen, um ein der Tierrechtskonvention des Europarats und vielen Tierschutzgesetzen Europas widersprechendes Gesetz in Kraft zu setzen, welches selbst in Rumänien umstritten ist.
Das Ziel war: Die Lösung des „Straßenhundeproblems“ durch Einfangen und Töten.
Ein weiteres Ziel war: politischer Stimmenfang.
Das eigentliche Ziel ist und war: öffentliche Gelder legal zur Seite schaffen und untereinander teilen.
Das im Dezember 2013 durch das rumänische Verfassungsgericht gebilligte Gesetz erlaubt das brutale Einfangen der Tiere mittels Fangschlingen und das Einschläfern der Hunde, falls diese nicht innerhalb von 14 Tagen adoptiert werden.
„Euthanasie“ in Rumänien ist nicht mit dem schmerzfreien Einschläfern westeuropäischer Haustiere vergleichbar.
Die Hunde leiden dabei Höllenqual, sie werden einfach erschlagen oder unbetäubt mit chemischen Substanzen tot gespritzt, die in ihrer Wirkung extrem grausam sind.
Injektion von Benzin ins Herz, Frostschutzmittel in die Adern …
Durch das Gesetz wurde die Geldquelle Straßenhund legalisiert – auch das war einer der Gründe, das Gesetz durchzupeitschen. Die in den städtischen Budgets ausgewiesenen Gelder werden nun zwischen Mitarbeitern der Behörden und denen geteilt, die jene lukrativen Verträge für das Straßentiermanagement erhalten. Papier ist geduldig. Und die Hunde sind stumm. Sie hungern. Und sie krepieren.
In einigen rumänischen Städten werden Kopfgelder für jeden ins staatliche Tierheim gebrachten Hund gezahlt. Hundefänger lassen gegen Geld sogar Hunde gezielt stehlen, um ihre Quote erfüllen zu können. Die Korruption blüht auf dem Rücken der Straßentiere und es hat sich ein nachhaltiges Geschäft entwickelt, das als Ausgangsmaterial auf eine schier unendliche Menge an Hunden zurückgreifen kann, wenn nicht die einzige wirklich funktionierende Lösung angewendet wird.

LÖSUNG:
Eine nationale Kastrationskampagne für Tiere mit Besitzern und für Straßentiere, um damit den unaufhörlichen Nachwuchs zu stoppen. Aufklärung über Tierschutz = Menschenschutz in Schulen, in Medien und im öffentlichen Raum

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Streunern helfen

 

AKTUELLE SITUATION

Staatspräsident Klaus Iohannis hat sich entgegen seiner Versprechen während des Wahlkampfs bisher nicht für die Rücknahme des Tötungsgesetzes eingesetzt.
Bukarest ist vorerst angeblich hundefrei (bis auf die Fabrik- und Blockhunde, die Schutz haben).
Über 100 ehemalige Bürgermeister und Leiter von Regionalparlamenten standen wegen Korruption in den letzten Jahren vor Gericht oder sind interniert.
Noch konnten wir keine Unterstützung finden, um Korruption in Zusammenhang mit den Straßentieren investigativ zu untersuchen.
Die DNA (nationale Antikorruptionsbehörde) ermittelt bislang nur in einer Gemeinde (Braila) gegen den Bürgermeister.
Nur sehr wenige Gemeinden arbeiten konstruktiv mit Tierschützern zusammen, z.B. darf in Braila und Bacau kastriert werden, doch die Städte unterstützen kaum und die Genehmigungen sind unsicher.
In Ploiesti soll eine große Kastrationskampagne anlaufen.
In 12/2015 wurden im Tierlager Alexandria vom örtlichen Tierarzt viele Hunde mit dem EU-weit verbotenen Pflanzengift FURADAN umgebracht. Die Ermittlungen laufen.


ETHIA vor Ort

Die stellvertretende Vorsitzende der ETHIA arbeitet mit EU-Parlamentariern und in den Ausschüssen an verschiedenen Punkten, um die Situation zu beeinflussen:
Gefährdung der öffentlichen Gesundheit:

  • durch Giftköder
  • durch die unfreiwillige Exposition an Gewalt für Menschen, besonders für Kinder.

und Gefährdung der Finanz-Integrität:

  • durch vermuteten Missbrauch von EU-Fördermitteln per Querfinanzierung aus legalen anderen Fördertöpfen (Straßentiermanagement ist kein EU-Förderziel).

Außerdem entwickelt 2016 die stellvertretende Vorsitzende der ETHIA ein großes EU-Projekt, um in Zusammenarbeit mit Tierärzten, Wissenschaftlern und Künstlern Tier- und Menschenschutz in Rumänien in den Schulunterricht und auf die Straße zu bringen.


Unsere Forderungen an Rumänien und die EU:

  • Sofortiger Stopp aller Tötungsaktionen in Rumänien
  • Abschaffung der Fangprämien
  • Sanktionieren der Gesetzesverstöße (Eigentumsverletzungen, Korruptionsverstöße usw.) durch die EU
  • Planung, Förderung und Umsetzung von Kastrationsprojekten als einzige Lösung des Problems, um das unkontrollierte Vermehren der Hunde zu beenden
  • transparente, verlässliche Zusammenarbeit mit nationalen/internationalen NGOs
  • Einhaltung bestehender europäischer Abkommen zum Schutz der Straßenhunde
  • Etablierung einheitlicher EU-Gesetze zum Umgang mit Heimtieren und Straßentieren
  • umfassender Tierschutz in die EU-Verträge
  • Kontrolle der Einhaltung dieser Maßnahmen durch unabhängige InstitutionenDie deutsche Politik hat uns bisher zu diesem Thema im Stich gelassen – bis auf einige halbherzige Briefe und uninformierte Erklärungen kam nichts auf Bundes- und Landesebene.ETHIA wird das Thema forciert verfolgen.Wir sind im Thema. Wir arbeiten mit Verantwortlichen in Rumänien zusammen. Wir arbeiten mit Gleichgesinnten auf Europaebene zusammen.
    Der Einzelne kann helfen durch:

 

  • Unterstützung von Kastrationsprojekten!
  • Adoption rumänischer Straßenhunde
  • Übernahme von Patenschaften (Fernadoption)
  • Futterspenden, auch Geldspenden an Futterservice, die im Land ordern und liefern

Logo-NUCA

Dieser Verein hat die vollste Unterstützung der Partei ETHIA.
Hier wird großartige, nachhaltige Arbeit für die Streuner geleistet- Hilfe vor Ort!
Nicht nur die Vermittlung von Tieren wird angestrebt, sondern auch Öffentlichkeitsarbeit IM LAND und Schulungsprogramme!
Informieren Sie sich über die außergeöhnliche Arbeit von NUCA unter www.nuca.org.ro

Spendenkonto Rumänien

Nuca Animal Welfare

Konto in Euro IBAN: RO88RNCB0112138479500002

Name der Bank: Banca Comerciala Romana
BIC/Swift: RNCBROBU