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Hamburg verbietet Kaffeekapseln für die Behörden

Kaffee-Kapseln
Nach Berlin hat im Januar auch Hamburg untersagt, dass die Mitarbeiter der Behörden Kaffeekapseln zu kaufen. Ein richtiger Schritt in Richtung Umweltschutz. Nun sind auch andere Städte wie München aufgerufen, diesem Beispiel zu folgen.

Doch auch zu Hause fällt mit dem Genuss von Kaffee aus dem Automaten ein immenser Müllberg an. Für das Jahr 2014 wurde ein Abfallaufkommen mit einem Gewicht von 4000 Tonnen, resultierend aus dem Gebrauch von Kaffeekapseln, errechnet. Je nach Hersteller wie Nespresso, Tschibo, Mondelez oder anderen sind diese Kapseln aus Aluminium, Plastik oder einer Mischung aus beidem. Gerade durch Letzteres gestaltet sich ein Recycling als sehr schwierig. Zwar gibt es auch „Biokapseln“, die jedoch nicht komplett abbaubar sind und deshalb nicht im Biomüll entsorgt werden können.

Auch die Herstellung insbesondere der kleinen Behälter aus Aluminium belastet durch einen hohen Energieverbrauch die Umwelt schwer. Umweltwissenschaftler kritisieren dies vehement.

Der Lobbyverband der Kaffeekonzerne sieht den Gebrauch von Kapseln als durchweg positiv an, da sich die Lebensmittelverschwendung damit dezimieren lasse. Oft genug sei in der Vergangenheit gefilterter Kaffee weg geschüttet worden. Dies sei mit den portionierbaren Kapseln nicht mehr gegeben.

Fakt ist allerdings, dass das klassische Filterkaffeepulver so gut wie keine Gewinne mehr abwirft, da es von Discountern wie Aldi zu Dumping-Preisen angeboten wird. Das sieht mit den Kapseln derzeit noch anders aus.

In der Schweiz, dem Stammland des Herstellers Nespresso (Nestlé), gibt es schon die Möglichkeit, die Kapseln wieder zu verwenden: Der Postbote nimmt die leeren Kapseln mit. Für Deutschland ist so ein Service leider noch nicht geplant.

(Foto: dpa)