+ + + Pressemitteilung – Wolfsrisse in Schleswig-Holstein + + +

Wolfsrisse in Schleswig-Holstein – Umweltminister Albrecht und NABU sinnieren über rechtswidrigen Abschuss, wie die taz am 8.1.2019 berichtet

Bettina Jung, Sprecherin für die Initiativen ETHIA und Wolf ja bitte, reagiert mit einer eindringlichen Forderung an Minister Albrecht und den NABU Sch-H und verweist auf die internationalen Schutzstatuten für Wölfe sowie das Bundesnaturschutzgesetz.

Diese erlauben den Abschuss eines „Problemwolfes“ nur als letzte Möglichkeit, nachdem alle weiteren verpflichtend ausgeschöpft wurden.

Sie sagt::

„Schon wieder finden polemische Diskussionen statt, bevor überhaupt eine DNA-Analyse des Angreifers auf eine Herde vorliegt. Diese war nicht optimal geschützt, denn mir ist nicht bekannt, dass dort Herdenschutzhunde eingesetzt waren. Dass sich sowohl ein grüner Umweltminister als auch der NABU daran beteiligen, ist mehr als erschütternd.

Außerdem wird wieder einmal keine weitere Option zur Erschießung des Wolfes nach Identifikation desselben in Erwägung gezogen. Insgesamt liest man bundesweit von einem Wolfsmanagement, das offensichtlich nicht einmal das Papier wert ist, auf dem es verfasst wurde.

In diesem wird über Vergrämungsmaßnahmen philosophiert, die noch nie zur Anwendung kamen. Stattdessen greift man zur Waffe.

Ein NABU hat die Verpflichtung auf eine solche Vergrämung zu bestehen und nicht einem Umweltminister nur nach dem Mund zu reden. Wir weisen darauf hin, dass wir die Vorgänge weiter im Auge behalten und bei gesetzeswidrigen Handlungen Strafanzeigen gegen die Entscheidungsträger stellen werden, wie schon gegen Minister Stefan Wenzel in Niedersachsen und gegen Landrat Harig in Bautzen geschehen.

Es ist dringend an der Zeit, das Wolfsmanagement zu optimieren. Wenn man Individuen der Rudel identifizieren und erschießen kann, kann man auch vergrämen. Zumindest muss man es versuchen! Zuallererst aber muss man Herden optimal schützen. Hierauf muss das Augenmerk liegen.“
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