WARUM BRAUNER TIERSCHUTZ ZUM HIMMEL STINKT!

Kürzlich veröffentlichte die AfD-Fraktion Schleswig-Holstein eine Plenardebatte zu ihrem Antrag auf ein Verbot des „Schächtens“.
Ein Kommentar von Bettina Jung :
Diese Debatte ist an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten und es schockiert mich zutiefst, wie hier empathisch besetzte Themen von empathiebefreiter Ideologie missbraucht werden. Und es schockiert mich, wie viele vermeintliche „Tierschützer*innen“ sich blenden lassen von diesen hohlen Phrasen. Es geht doch hier niemandem um die Tiere. Sie dienen ausschließlich als Transportmittel für menschenfeindliche Politik. Ohne Frage: das Schächten von Tieren ist Tierquälerei – aber nicht mehr oder weniger wie die „ganz normale“ Schlachtung, die täglich in unseren Mega-Schlachthäusern stattfindet. Durch reihenweise Fehlbetäubungen im großen Stil, erleben Tausende Tiere ihren Schlachtung bei vollem Bewusstein. Die Tatsache, dass man sich hier isoliert das Thema „Schächten“ heraussucht, zeigt doch, wie wenig es der AfD hier um das Wohl von Tieren geht. Völlig klar: Einsetzen gegen tägliches Schlachten lässt sich nicht so gut mit islamfeindlichen Inhalten verpacken. Vorgetäuschtes Mitgefühl für die Kreatur als Transporteur für Hetze, Rassismus, Hass und Faschismus ist wohl das Widerwärtigste, passt aber zur Historie. Kommt demnächst ein Antrag auf „Versuche an minderwertigen Menschen statt Tierversuche“? Wer auf Kinder an der Grenze schießen lassen möchte, sich abschotten will und mit Asylunterkunftszündlern sympathisiert, der hat jedes erdenkliche Recht verloren, sich für unsere vierbeinigen Mitlebewesen einzusetzen.
Es ist kein Geheimnis, dass rechte Parteien und Vereinigungen das Thema „Tierschutz“ für sich entdeckt haben. Die Neonazipartei“ der dritte Weg“ beispielsweise fischt mit „Zirkus-Tierquälerei“- Flyern seit Monaten aus dem Becken der Tierschutzbewegung. Gauland verkündete erst gestern in einem Interview mit dem ZDF, er wolle sich unter anderem mit der Bewegung gegen die Massentierhaltung beschäftigen. Hier haben braune Köpfe scheinbar eine Szene entdeckt, unter die sich hervorragend mischen können. Und genau deshalb ist es unsere verdammte Pflicht die Augen offen zu halten und deutlich zu machen, dass Tierrechte und Menschenrechte zueinander gehören. Für mich und uns hat Empathie keine Grenze. Kein Rassismus- kein Speziesismus. Respekt vor jedem Leben. Bettina Jung, Vorsitzende der Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA