Nov 10

+ + + PRESSEMITTEILUNG UND OFFENER BRIEF + + +

„Schafhalter kündigen Selbstjustiz per Wolfsangel auf der Facebook-Seite von ETHIA/Wildtierschutz gegen das Rosenthaler Rudel an!“

(Die Wolfsangel ist als tierschutzwidrig verboten und eine Art Widerhaken aus Eisen, an dem Tierkadaver aufgespießt werden. Diese hängen Wilderer z.B. in Bäume, damit der angelockte Wolf hochspringen muss, um den Köder zu fassen. Der Widerhaken verhakt sich im Wolfskiefer und der Wolf verendet qualvoll in hängendem Zustand.)

Wir wenden uns mit der dringenden Aufforderung, endlich für umgesetzten Herdenschutz zu sorgen an die Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit, Monitoring und Herdenschutz in Sachsen

an das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“, das LUPUS Institut, das SMUL und die örtlichen Herdenschutzbeauftragten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

anlässlich der erteilten Abschussgenehmigung eines Wolfes des Rosenthaler Rudels befand ich mich von Montag bis Donnerstag in Dämmerungs- und Nachtwachen zum Schutz der Wölfe aber auch zum Schutz der Schafweiden vor Ort in Laske, Ralbitz und Umgebung..

Der Tötungsbefehl ist inzwischen zum Glück ausgesetzt, dies kann und darf jedoch nicht die einzige Maßnahme bleiben.

Sie als Wolfsbeauftragte und Verantwortliche des Herdenschutzmanagements fordere ich eindringlich auf, endlich den Schafthalter*innen zur Seite zu stehen und einen funktionalen Herdenschutz zu etablieren.

Die wortführenden Schafhalter*innen rund um Laske scheuen sich nicht, auf unserer offiziellen Facebook-Seite ETHIA/Wildtierschutz zu schreiben: „… ach, übrigens, die gute alte Wolfsangel funktioniert auch ohne Abschussgenehmigung.“ und sich auf Nachfrage in dieser Haltung gegenseitig zu bestätigen (Screenshots liegen vor und können angefordert werden).

Sie sind in der Verantwortung, die Sie nun – spät genug – endlich wahrnehmen müssen.

Sonst werden die Schafhalter sich der Wölfe selbsttätig entledigen.

Ich bitte um zeitnahe Rückmeldung und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Bettina Jung
Vorsitzende der Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA, Leitung ETHIA/Wildtierschutz

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