Nov 04

+ + + „Schäfchen to go“ für das Rosenthaler Rudel + + +

Bericht: Bettina Jung
Die Sächsische Zeitung berichtet und bringt den bisher fundiertesten Bericht über unseren Einsatz für die Wölfe des Rosenthaler Rudels.
Wir werden weiter faire Lösungen suchen und friedlich aber deutlich gegen Unrecht vorgehen.
Wir sind viele, die nicht länger lobbyistisches politisches Agieren auf Kosten der Tiere hinnehmen – und hier sind Wölfe UND Schafe gemeint.
So, wie sämtliche Weiden vor Ort aussehen, kann man nur von einem unmoralischen Angebot für den Wolf ausgehen, um ihm im Anschluss nach dem Leben zu trachten – Herdenschutz ist das nicht.
Die Menschen, die „Nutz“Tiere halten, dürfen sich nicht auf Kosten der Natur und des Wolfes bereichern.
Das nämlich ist der Fall, wenn kein ausreichender Schutz vorhanden ist und Ausgleichszahlungen für gerissene Tiere Fleischpreise deutlich übersteigen.
Die Landwirte und die Politik sind gefordert, die „Nutz“Tiere zu schützen.
Dafür sind genug Fördermittel vorhanden, die jedoch nicht ewig ausgeschöpft werden können (vermutlich in Sachsen nur noch bis zum Jahresende).
Deshalb ist es JETZT auch für die Schäfer wichtig, Maßnahmen zum Herdenschutz zu ergreifen!

Zitat: Ganz praktischen Wolfsschutz betreiben dagegen Bettina Jung, Bundesvorsitzende der Tierschutzpartei „Ethia“ und andere Freiweillige seit Montag. In Morgen- und Abenddämmerung bewachen sie Weiden rund um Laske östlich von Kamenz, um die Schafe vor weiteren Attacken der Wölfe zu schützen. Das Rosenthaler Rudel war in den vergangenen Monaten bereits mehrfach durch Übergriffe auf Schafsherden aufgefallen. Jung führt diese Attacken auf mangelhaften Herdenschutz zurück. Sie fordert von den Schäfern Weidemanagement, intakte Zäune und Herdenschutzhunde, von den Politkern Vergrämung durch Gummigeschosse statt Abschuss. „Es wird niemals klappen, ein Einzeltier zu schießen, um die anderen zu verschrecken. Wölfe müssen lernen, dass für sie in Herdennähe Schmerz und Gefahr droht – und zwar durch Gummigeschosse“, sagte sie.