+ + + Offener Brief an Thüringens Umweltministerin Siegesmund Bündnis90/Die Grünen + + +

Sehr geehrte Frau Ministerin Siegesmund,

ich schreibe Sie als Bundesvorsitzende und Leiterin des Resorts Wildtierschutz der Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA an.

Wie ich entsetzt aus der Presse entnehmen konnte, planen Sie die Tötung der 6 Jungtiere der Wölfin auf dem Truppenübungsplatz in Ohrdruf/ Kreis Gotha.
Eine Tötung ist in meinen Augen in keinster Weise mit dem Tierschutzgesetz vereinbar, da kein vernünftiger Grund vorhanden ist.

Den Jungtieren wird allein ihre nicht vorhandene „Reinrassigkeit“ vorgeworfen, die die Tötung rechtfertigen soll.

Wenn Sie aus Sicht des Naturschutzes argumentieren, sollten Sie kontrazeptive Maßnahmen in die Wege leiten, die das Leben der Tiere schützen, sie aber reproduktionsunfähig machen.
Als Mittel der Wahl käme eine Kastration der Tiere in Frage, um sie nur einmal vor Wiederauswilderung betäuben zu müssen.

Ich möchte Sie eindrücklich darum bitten – gerade als Grüne Umweltministerin – diesen Weg zu gehen.

Ihr Parteikollege in Niedersachsen Stefan Wenzel hat sich schon einmal am Wolf schuldig gemacht, indem er ohne nachweisbaren Grund den Jungwolf „Kurti“ hat erschießen lassen. Ich selbst habe im Anschluss der Tötung eine Kampagne ins Leben gerufen, die zu über 150 Strafanzeigen gegen Minister Wenzel führte.

Setzen Sie Zeichen, dass Sie weiter denken und „Grün“ handeln und sowohl im Sinne des Arten- als auch des Tierschutzes agieren.

Mit hoffnungsvollen Grüßen und der Bitte auf eine beruhigende Antwort, die ich auch gerne unseren Unterstützer*innen und der Wolfs-Community mit mehreren 100.000 Mitgliedern mitteilen werde.

Bettina Jung
Bundesvorsitzende
Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA
Leitung ETHIA/Wildtierschutz