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Deutliche Kritik am tierschutzwidrigen Seehundmanagement in Verantwortung Dr. Robert Habecks durch Tierschutzbeauftragten der Tierärztlichen Hochschule Hannover

***An den Küsten Schleswig-Holsteins werden jährlich bis zu 500 Seehunde im Auftrag des GRÜNEN Umweltministers Dr. Robert Habeck erschossen – ohne tierärztlichen Befund und ohne echte Kontrolle.***

Dies geschieht, weil der Seehund noch immer im Jagdrecht von Schleswig-Holstein ist, trotz seines hohen nationalen wie internationalen Schutzstatus. Er steht jedoch unter ganzjähriger Schonfrist.

Es reicht aus, dass der im Management beauftragte Seehundjäger „feststellt“, dass das Tier schwer krank, zu verletzt oder nicht lebensfähig ist, um das Erschießen anstatt der Überstellung in die Auffangstation in Friedrichskoog zu rechtfertigen.

Dies prangern wir, die Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA, gemeinsam mit über 78.000 Unterstützer*innen unserer Petition www.change.org/seehunde seit November 2016 an.

Dr. Robert Habeck steht bisher beinhart zu seinem Seehundmanagement und erklärte uns in einer ersten Unterschriftenübergabe, dass er keinen Grund habe, an seinem Seehundmanagement zu zweifeln. Erst, wenn er kritische Stimmen aus den Reihen der Tierärztlichen Hochschule vernähme, gebe es einen Grund für ihn, die Situation zu überdenken.

Wir befragten Herrn Prof. Dr. Hansjoachim Hackbarth als Tierschutzbeauftragten der TiHo Hannover auch dazu, dass es keine tierärztliche Begutachtung vor einem Schuss gäbe.

Seine Antwort in einer Mail (Auszug):

„Beim vernünftigen Grund handelt es sich um einen rechtsoffenen Begriff, der im Zweifelsfall durch ein Gericht konkretisiert wird. Medizinische Gründe können vernünftige Gründe sein (Euthanasie), wir sprechen dann von einer tierärztlichen Indikation. Eine solche tierärztliche Indikation kann nach meiner Auffassung aber auch nur ein Tierarzt/in stellen“.

Die Initiatorin der Petition und Bundesvorsitzende der Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA konfrontierte Minister Dr. Robert Habeck nun mit dieser Aussage und wartet auf Antwort des Ministeriums.

Sie sagt:

„Alle Probleme könnten umgehend gelöst werden, würde man, wie in den Niederlanden üblich, agieren. Dort wird kein Seehund erschossen und es existieren mehrere Auffangstationen, in die ein jedes Fundtier gebracht wird. Dort is eine tierärztliche Begutachtung und Chance auf Rehabilitation gegeben. Selbstverständlich können hier ebenfalls nicht alle Tiere gerettet werden, aber es wird auch keiner einfach erschossen, sondern im Notfall tierärztlich euthanasiert. In Schleswig-Holstein werden höchstens halb so viele Tiere in die einzige Auffangstation gebracht, wie erschossen werden. Die Niederlande jedoch können gut 90% ALLER gefundenen Tiere gesund wieder auswildern. Deshalb muss der Seehund aus dem Jagdrecht genommen und mehrere strategisch günstige Auffangstationen errichtet werden, die auf schnellem Wege erreicht werden können und in denen tierärztliche Erstversorgung schnell und effektiv gewährleistet werden kann – nach dem langjährig bewährten Vorbild der Niederlande.“

Für Rückfragen steht Bettina Jung gern zur Verfügung.

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