Aug 17

Offener Brief an Jugendamt, Ordnungsamt und Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft Berlin/Pankow wegen Folter-Fallenbau-Kursangebotes in Wildnisschule

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe Sie heute in meiner Funktion als Bundesvorsitzende der Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA an.
Es geht um eine Veranstaltung der Wildnisschule Berlin, Pankgrafenstr. 12d, Berlin-Karow vom 8. bis 10. September 2017 und die gesamte Einrichtung.

Unter diesem Link finden Sie den Grund meiner Kontaktaufnahme.

Primitiv Fallenbau

Es handelt sich, wie Sie sehen, um einen angebotenen Kursus für „jedermann/frau“, definiert vom Veranstalter (Wildnisschule Berlin) „Erwachsene und Jugendliche, Jäger, wilde Menschen“, in dem es um die Herstellung primitiver Fallen geht.

Es geht darum, den Kursteilnehmer*innen im Laufe von 3 Tagen den Bau der schrecklichsten erdenkbaren Tierfolterinstrumente beizubringen, wie…. (AUSZUG!) Geweihträgerschlingen, Bärengalgen, Wolfsangel, Schlag- und Bodenfallen, Eichhörnchenschlingen.

In der Veranstaltungsbeschreibung versucht man, sich krampfhaft den Anstrich der „Achtsamkeit vor den tierischen Verwandten“ und „Naturverbundenheit“ zu geben. „Heilige/achtsame Jagd“ wird als Schlagwort (in diesem Falle erschütternd doppeldeutig) verwendet.

Auch wird darauf hingewiesen, dass nicht zum illegalen Fallenstellen ermutigt würde…..

Wir sehen hier im Sinne des Tierschutzes, sowie des öffentlichen Interesses und dem Seelenheil der anwesenden, eingeladenen Jugendlichen dringenden Handlungsbedarf!

Zudem handelt es sich bei der Wildnisschule Berlin um eine selbsternannte „Bildungseinrichtung“ für Wildnispädagogik, die auch mit Kindern im Grundschulalter intensiv arbeitet“, wie Sie aus ihrem FB-Auftritt entnehmen können.

Sie möchten (ich zitiere):

…dem „Natur-Defizit-Syndrom“ entgenwirken …, angeborene Neugier wecken zum Aktivwerden…“

https://www.facebook.com/Wildnisschule.Berlin/…

Welche Werte werden mit dem Herstellen tierschutzwidriger, marzialischer Tierfallen vermittelt?

Aus welchem Grund sollte das Gelernte nicht zur Anwendung kommen?

Es besteht zudem der dringende Verdacht, dass Kinder dort Kontakt zu gewaltverherrlichenden „Lehrmethoden“ finden und irreparablen Schaden nehmen.

Deshalb wende ich mich nicht nur an das verantwortliche Ordnungsamt, sondern zugleich an das Jugendamt in Pankow und die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft Berlin.

Wir sehen in dieser Hinsicht eine extrem große Gefahr für Kinder/Jugendliche, die Gesellschaft und die Tiere und möchten Sie bitten, hier zu intervenieren und uns Ihre Erkenntnisse und Entscheidungen mitzuteilen.

Mit freundlichen Grüßen
Bettina Jung
Vorsitzende Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA
Leitung ETHIA/Wildtierschutz