+ + + PRESSEINFORMATION + + + Petitionsübergabe mit Löwenbaby im bayerischen Landtag – Staatsanwaltschaft sieht nach Anzeige möglich Ordnungswidrigkeit

München/Hamburg 09.08 2017 – Die Staatsanwaltschaft München hält eine Ordnungswidrigkeit des Circus-Krone-Dompteurs Martin Lacey jr. nach unserer Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz für gut möglich. Ende Juli hatte Simon Fischer, Leiter der ETHIA/Zirkus, im Auftrag des Bundesvorstands der Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München gegen Herrn Martin Lacey jr. erstattet. Der Raubtierdompteur des Circus Krone hatte zu einem Pressetermin einnen Babylöwen mit in den Landtag zu einer Petitionsübergabe gebracht. Wie die Staatsanwaltschaft nun schriftlich mitteilte, wird das Verfahren nun an die zuständige Verwaltungsbehörde weitergeleitet. In dem Schreiben heißt es unter anderem „Die Mitnahme des Tieres zu einem Pressetermin kann hingegen sehr wohl einen Verstoß gegen § 3 S.1 Nr.6 TierSchG darstellen“ Die Partei ETHIA erhofft sich nun weitere Schritte der zuständigen Behörde. „Diese Aktion kann nicht ohne Folgen bleiben. Ein vier Wochen junges Löwenbaby gehört in ein geschütztes Umfeld zur Mutter und nicht ins Blitzlichtgewitter zu reinen PR-Zwecken“, so Simon Fischer. Als erste Reaktion meldete sich die Landtagspräsidenten Barbara Stamm heute schriftlich. „Im Übrigen kann ich Ihnen mitteilen, dass das Mitbringen von lebenden Tieren, seien sie wildlebend oder nicht, in den Landtag nicht üblich ist, dieser Termin wird eine absolute Ausnahme bleiben“.

Mehr Informationen in unserer letzten Pressemitteilung:

Mit einem vier Wochen jungen Löwenbaby haben am Mittwoch Raubtierdompteur Martin Lacey jr. und weitere Mitarbeiter des Circus Krone Petitionsunterschriften an die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm überreicht. Simon Fischer, Leiter der ETHIA/Zirkus und Bundesvorstandsmitglied hat nun im Namen der Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz bei der Staatsanwaltschaft München erstattet. Nach § 3 Abs 6 TierSchG ist es verboten „ein Tier zu einer Filmaufnahme, Schaustellung, Werbung oder ähnlichen Veranstaltung heranzuziehen, sofern damit Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Tier verbunden sind“. Es ist davon auszugehen, dass die Trennung von Löwenbaby und Mutter zu Stress beider Tiere führt. „Es gab keinen vernünftigen Grund, das Tier mit in den bayerischen Landtag zu schleppen. Für die Petitionsübergabe war es nicht erforderlich“, so Fischer. Die Menschen- und Tierrechtspartei ETHIA hofft, dass die Staatsanwaltschaft München die Ermittlungen aufnimmt. „Tiere sind keine Belustigungsobjekte, sondern Individuen. Gerade Jungtiere sollten so behütet wie nur möglich aufwachsen können. Ebenfalls ist die Mutter-Bindung unbedingt zu schützen.“, so Bettina Jung, ETHIA-Bundesvorsitzende.