Lebenslauf fürs Leben – Die Mahnwache

Sabine WesterBerlin, Berlin, wir waren in Berlin! Und es war grandios! Wir von ETHIA waren pünktlich am Pariser Platz, um alles für das Event aufzubauen. Das Truss-Material, mit dem Robert Goldbach aufwarten konnte, stammte von Nawrocki-Alpin und wurde kostenlos zur Verfügung gestellt. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle! Aus den Traversen wurde ein tolles Tor gebaut, durch das die Läufer später einmarschierten. Nach und nach kamen die Abgesandten der Organisationen, die sich am Lebenslauf fürs Leben beteiligt hatten oder einfach nur bei der Veranstaltung dabei waren: Albert-Schweitzer-Stiftung, Ärzte gegen Tierversuche, Animals United, Voice of the Voiceless, Tom Animalpastor. Die Arbeit ging Hand in Hand und wir lagen gut in der Zeit, auch der Truck der Firma Cube Events mit der Bühne war fast fertig installiert, da regte sich die Staatsgewalt. Das ganze Hin und Her würde den Rahmen dieses Berichts sprengen, deswegen nur so viel: Anfang gut – alles gut. Hilfreich waren hier auch die Bühnenarbeiter Gregori und Alex, danke Jungs für euer Engagement!

Und dann liefen sie ein, unsere ganz persönlichen Helden, die so viele Kilometer zurück gelegt hatten, um gegen das Tierleid aufzubegehren. Allen voran Sabine Wester, die insgesamt fast 1400 km gelaufen war, bis zum Rande der Erschöpfung und manchmal auch darüber hinaus, gefolgt von allen anderen Läufern, die ebenfalls mehr leisteten, als man hätte erwarten können. Sabine Wester hielt eine ergreifende Rede, in der sie nochmals hervorhob, was sie dazu motiviert hatte, eine solche Leistung zu erbringen: Um dem Tierleid entgegen zu treten.

Danach übernahm Dragan Sumlan aka IFeel den musikalischen Part. Der Rapper aus Kroatien hat sich mit vollem Herzen der Tierrechtsbewegung verschrieben und seine Texte, vorgetragen im besten HipHop, machen nachdenklich, dennoch fällt es schwer, die Beine bei seiner Musik still zu halten. Im Wechsel mit den Rednern trug Dragan seine Lieder vor, unter anderem auch seine neuesten Songs „King off the Chain“ und „Meet me“. Dragan selbst ist ein wunderbarer Mensch, mit dem man sich über vielfältige Themen unterhalten kann. Das merkt man auch an seinem Umgang mit den Menschen, die nach seinen Auftritten seine Nähe suchten. Er war absolut ein Gewinn. Unterstützt wurde er von DJ David Stern

Redebeiträge kamen per Grußbotschaft von den Tierversuchsgegnern Bundesrepublik Deutschland (Rainer Gaertner) – vorgetragen von der Lebenslaufinitiatorin Sabine Wester und von Rock the Nature – vorgetragen von Bettina Jung. Für die anderen teilnehmenden Vereine sprachen: „Shark School“ – Anke Melcher, SOKO Tierschutz – Maria Scheffel, Ärzte gegen Tierversuche – Thomas Lau, Animals United – Melanie Reiner, Aktion Fair Play Berlin – Bettina Jung würdigte den unermüdlichen Einsatz für die Kutschpferde, deren Leid wir am Brandenburger Tor direkt empfinden konnten.

Gruppenfoto

Tomasz Jaeschke lassen wir selber zu Wort kommen, da er seine Rede nochmals zusammenfasste:
„In meiner Rede am 18.06.2016 vorm Berliner Brandenburger Tor anlässlich des Lebenslaufes fürs Leben habe ich drei Männer in Erinnerung gerufen, die drei Männer denen ich mich besonders verbunden fühle!
Martin Luther King, amerikanischen Menschenrechtskämper (Bürgerrechtler) mit seinem legendären „I have a dream!“ vom 28. August 1963 mit dem er seinen Friedensmarsch nach Washington legitimiert hat und an seinen Besuch in Berlin am 13. September 1964 habe ich erinnert.., wo er seine Stimme für alle die unterdrückt, gequält und verfolgt werden! habe ich erinnert… Und dabei an die Tiere gedacht…
Und Dom Helder Camara, einen der Mitgründer der Befreiungstheologie, Erzbischof von Olinda, Kämpfer für Menschenrechte in Brasilien, Gründer der so genannten Basisgemeinden, jemanden der sich den ärmsten und den ausgegrenzten der Gesellschaft angenommen hat! habe ich erinnert! und an sein: „wenn ein Mensch einen/seinen Traum träumt, da bleibt es bloß bei seinem Traum, dann bleibt es weiterhin ein Traum, wenn aber den gleichen Traum mehrere Menschen träumen, dann ist viel mehr als ein Traum, dann ist es ein Beginn einer neuen Wirklichkeit“! habe ich erinnert…und an die Tierschützer dabei gedacht…
Und vor dem Berliner Brandenburger Tor, dem historischen Ort, hinter dem bloß einige Meter entfernt, vor einiger Zeit noch trennende Mauern verlaufen sind, zwischen Ost und West… Mauern die Zeit-Zeugen zwischen Ausgrenzung und Solidarität waren… dazu aufgerufen, diesen einen Traum nun gemeinsam mit den beiden Männer zu träumen! Und das es an der Zeit ist, höchste Zeit, dass aus diesem Traum eine Realität wird!
behauptetet ich…und dabei.. an unsere kleinen/großen Brüder und Schwestern, die Tiere die unterdrückt, verfolgt und gequält werden… gedacht…
Und dass es auch heute möglich ist, die Welt zu verändern! weil gemeinsam sind wir stark! Gemeinsam nicht/statt einsam! habe ich behauptet… Und dass der Glaube daran, fähig ist/das Potenzial hat/die Macht besitzt, die „Berge zu versetzen“! (siehe Mt 21,21) habe ich behauptet…!
und somit dabei den „dritten Mann“ dem ich mich verbunden fühle in meiner Rede miteinbezogen, den großen Mann aus Nazareth, Jesus, der wie einige bis heute behaupten, der Sohn Gottes war!
Tomasz Jaeschke, Animalpastor“

Gibt es bessere Worte für den Abschluss eines wunderbaren Tages?

Ja, gibt es! Einen ganz herzlichen Dank richten wir an Rainer Gaertner von „Tierversuchsgegner Bundesrepublik Deutschland e.V.“, der als Sponsor diese Veranstaltung komplett ermöglichte. Wir konnten uns nur mit einer kleinen Geste revanchieren: Die Banner des Vereins, dem auch unsere Bundesvorsitzende angehört, umrahmten die Bühne der Emotionen. Und ein Dankeschön an Grischa Oliver Kadereit-Baumann, der wieder mit vollem Einsatz dabei und überall dort zur Stelle war, wo Handeln erforderlich war – und dies schon Wochen im Vorfeld der Planung!