Wolf „Kurti“ ist tot!

Wolf 'Kurti'Das Niedersächsische Umweltministerium und sogenannte Naturschützer waren sich einig: Wolf „Kurti“, völlig emotionslos MT6 genannt, musste weg.

Umschrieben wurde das mit der nichtssagenden Phrase „Letale Entnahme“. Das ist ein ebensolch zynischer Begriff wie „Friendley Fire“ oder „Collateral Damages“! Denn es bedeutet nichts anderes, als dass Kurti einfach über den Haufen geknallt wurde. Wie viele Schüsse der Scharfschütze der Polizei am 27.04.16 um 20:00 Uhr dafür benötigte und wie lange das Tier leiden musste, danach fragt anscheinend niemand. Nicht mal eine vorherige Betäubung wurde ihm gegönnt.

Kurti wurde nicht etwas getötet, weil er krank war oder bösartig auf Menschen reagierte. Nein, er näherte sich ihnen ohne Scheu. Nicht mal mit Vergrämung wie Gummigeschossen konnte man ihn dauerhaft auf Abstand halten. Anzunehmen ist, dass er schon mal Kontakt zu Menschen hatte und deswegen ein gewissen Vertrauen erlangt hat. Dass er einen Hund angegriffen und verletzt hat, ist natürlich schlimm, man möchte mit dem Hundebesitzer bestimmt nicht tauschen. Aber auch hier weiss wieder niemand, wie es zu dem Angriff kam.

WWF, NABU und weitere Orgas sprachen sich für die „Letale Entnahme“ aus, da sich kein Wolfsgehege gefunden haben soll, das in Freiheit lebende Tier einzusperren, und ebenso die weitere Neuansiedlung von Wölfen nicht in Gefahr gerät.

Ein gesundes kraftvolles Tier musste sterben, weil der Mensch keine Ahnung hat, wie er mit der Natur umgehen soll!