Zeitzeugenbericht in der Gedenkstätte Neuengamme

Neuengamme
Am 22.03.16 besuchte unsere Parteivorsitzende Bettina Jung die Gedenkstätte Neuengamme auf Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung. Frieda Larsen, eine Zeitzeugin der NS-Zeit, hielt einen Vortrag und beantwortete im Anschluss Fragen. Auf die von Frau Jung, ob sie auch so leiden würde unter der aktuellen Entwicklung in unserem Lande, sagte sie: Das Schlimmste sei, dass der grassierende Rassismus mit dem Wort „Angst“ entschuldigt werde. Das kann und darf niemals sein. Denn echte Angst haben diese Leute niemals erlebt im Gegensatz zu jenen, gegen die sich die Aggressionen richten!

Begrüßenswert ist das Engagement vieler junger Leute, die gegen das Vergessen der Greuel des Nazi-Regimes ankämpfen. Besonders in Neuengamme ist es unvorstellbar, dass die Menschen der Umgebung nichts von dem wussten, was in dem KZ vorging. Zu Anfang war der Bestatter des Ortes damit betraut, die Leichen zu „entsorgen“ und durchquerte damit den gesamten Ort. Später, als ein Krematorium in Betrieb genommen wurde, standen die Bauern der Gegend Schlange, um die Asche der Opfer als Dünger abzuholen.

250.000 Menschen, fanden in Neuengamme den Tod! Aber auch nach Kriegsende wurde mit diesem Ort nicht besonders feinfühlig im Hinblick auf die Opfer umgegangen…

Den Bericht von Bettina Jung finden Sie hier: Zeitzeugenbericht in der Gedenkstätte Neuengamme